Drawdown bezeichnet den Rückgang von einem bisherigen Höchststand zum danach beobachteten Wert. Balance und Equity beantworten dabei unterschiedliche Fragen: Equity berücksichtigt auch offene Positionen.
Die Bezugsgröße nennen
Ein Prozentwert ohne Bezug ist missverständlich. Wird vom jeweiligen Hoch oder vom Startkapital gerechnet? Werden nur geschlossene Trades oder auch offene Positionen betrachtet? Halte Messintervall und Definition fest, bevor du Systeme vergleichst.
Verlust und Erholung sind nicht symmetrisch
Nach einem Verlust steht eine kleinere Kapitalbasis zur Verfügung. Die nötige prozentuale Erholung fällt deshalb größer aus als der vorherige prozentuale Verlust. Das ist eine Recheneigenschaft, keine Prognose dafür, ob oder wann eine Erholung eintritt.
Die Dauer nicht ausblenden
Zwei Tests mit derselben maximalen Verlusttiefe können sehr unterschiedliche Zeit unter dem Höchststand verbringen. Berichte deshalb auch Verlustphasen und Erholungsdauer. Ein am Testende offener Drawdown bleibt offen und darf nicht als erfolgreich erholt beschrieben werden.
Ein konkretes Beispiel
Rechenbeispiel ohne Ein- und Auszahlungen: Von 10.000 € auf 8.000 € beträgt der Rückgang 20 %. Zurück auf 10.000 € wären 2.000 € Gewinn auf 8.000 € nötig, also 25 %. Der spätere Gewinn ist damit nicht zugesagt.
Für deinen nächsten Test
- Balance- und Equity-Drawdown unterscheiden.
- Einzahlungen, Auszahlungen und Messintervall angeben.
- Tiefe, Dauer und offene Verlustphasen gemeinsam zeigen.
Häufige Frage
Ist der historische Maximalwert eine Verlustgrenze?
Nein. Zukünftige Verluste können darüber liegen. Eine historische Beobachtung ersetzt keine technische Risikobegrenzung.
Quellen & Vertiefung
Lerninhalt, keine Anlageberatung. Rechenbeispiele sind hypothetisch und keine Ergebnisse eines REVENQOR-Systems.
Weiterdenken
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