Lookahead-Bias entsteht, wenn eine simulierte Entscheidung Informationen nutzt, die zum damaligen Entscheidungszeitpunkt noch nicht verfügbar waren. Dadurch kann ein Test besser aussehen, als der Ablauf ausführbar gewesen wäre.
Zeitpunkt vor Formel
Eine richtige Formel kann trotzdem mit den falschen Daten laufen. Frage bei jedem Signal: Wann stand jeder Eingangswert tatsächlich fest? Besonders bei mehreren Zeitrahmen können der laufende und der abgeschlossene Wert einer übergeordneten Kerze verwechselt werden.
Das Ergebnis rückwärts erklären reicht nicht
Ein Signal, das nachträglich perfekt auf ein Hoch passt, muss im damaligen Moment nicht sichtbar gewesen sein. Zeichne daher neben dem Signal auch Zeitpunkt und verwendete Datenstände auf. Wiederhole die Auswertung schrittweise, statt nur den fertigen Chart anzusehen.
KI-Code braucht dieselbe Prüfung
Lesbarer, kompilierbarer Code kann Informationslecks enthalten. Lass dir die zeitliche Verfügbarkeit jeder Datenquelle erklären und prüfe diese Erklärung unabhängig. Ein guter Prompt oder eine plausible Begründung ist kein Validierungsnachweis.
Ein konkretes Beispiel
Gedankenexperiment: Ein System entscheidet um 10:05 Uhr, verwendet aber bereits das endgültige Hoch der Stunde 10:00–11:00 Uhr. Dieses Hoch steht erst später fest. Der Test prüft damit einen anderen Informationsstand als den, den das System um 10:05 Uhr gehabt hätte.
Für deinen nächsten Test
- Verfügbarkeit jedes Signalwertes dokumentieren.
- Mehrere Zeitrahmen und Kerzenschluss besonders prüfen.
- Historische und neue Signale mit Zeitstempeln vergleichen.
Häufige Frage
Ist jedes Repainting Lookahead-Bias?
Nein. Sich während einer offenen Kerze ändernde Werte können normal sein. Kritisch ist, welcher Wert tatsächlich für eine ausführbare Entscheidung verwendet wird.
Quellen & Vertiefung
Lerninhalt, keine Anlageberatung. Rechenbeispiele sind hypothetisch und keine Ergebnisse eines REVENQOR-Systems.
Weiterdenken
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